BakIKuR organisiert
die Vorführung einer Reitschule in Bern.
Etwa 50 Leute
kamen, darunter 7 Gehörlosen und eine Dolmetscherin, nämlich Barbara Matter,
zur Reitschule. Etwa 1 ½ Stunden besichtigten wir die Reitschule. Das war sehr
interrasant und tief von den Leistungen der BakIkuR beeindruckt.
Am 4. Mai 1988
wurde die Baugenossenschaft Bakikur gegründet.
Die Bakikur versucht mittels professioneller Planung, Beratung und Anleitung qualitative, soziale, ökologische Ansprüche beim Bauen zu verwirklichen. Bauen soll ebenso wie eine Veranstaltung Ausdruck unseres kulturellen Verständnisses sein. Intern war die Bakikur Vorreiterin in Sachen bezahlter Arbeit in der Reitschule. In den Jahren nach 92 wurde die bezahlte Arbeit auch in verschiedenen anderen Arbeitsgruppen eingeführt.
Da sich die ArbeiterInnen der Bakikur seit je her dazu bereit erklärten, zu speziell günstigen Tarifen für die Reitschule zu arbeiten, konnte mit den eigenen Geldern (Baufesteinnahmen) ein Maximum an Arbeiten umgesetzt werden. Zudem konnte bei den Arbeiten, die im Auftrag des Hochbauamtes durchgeführt wurden, ein Gewinn erwirtschaftet werden, der sofort wieder in den Betrieb investiert wurde (z. Bsp. Zentralheizung Frauenraum-Kino-Dojo-Cafeteria!).
Ein Blick vom
Zug aus genügt jedoch, um zu erkennen, dass die Arbeit der Bakikur gerade erst
begonnen hat. Egal wie das Seilziehen um das Bauhüttenmodell endet (siehe
Megafon Dez.97), egal wie die kommenden Volksabstimmungen zum Thema Reitschule
ausfallen, die Bakikur wird sich weiter, möglicherweise wieder unter
erschwerten Bedingungen ihrer Grundaufgabe, der sanften, etappenweisen
Renovation des Reitschulareales widmen. Entscheidend für die Motivation der
Bakikurleute ist aber vor allem ein selbstbestimmter Betrieb, in dem neben dem
Spass am Leben auch politische Inhalte glaubwürdig nach aussen vertreten
werden.




